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19. Mai 2012


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Mayday 2005 - Wie es war!

Am 30. April war es endlich wieder so weit. Nach einem Jahr oder 364 langen Tagen konnten wir wieder in den Zug steigen und in Richtung Dortmund aufbrechen.
Gleich beim ersten Umsteigen merken wir sofort, dass wir dabei längst nicht die Einzigen waren. Aus beinahe jeder Zugtür kamen uns die Partyhungrigen entgegen, um sich unserem Wege anzuschließen. Spätestens aber im dritten und letzten Zug hatte die Party eigentlich schon angefangen. Noch während wir dort unsere Kameraausrüstung prüften und der Schaffner dank der Menschenmengen kurz vorm Nervenzusammenbruch war, wurde der Zug von Halt zu Halt voller. An jedem Stop stiegen etliche weitere gut Gelaunte ein; alle mit dem gleichen Ziel: MAYDAY.

Dort angekommen und nach überstehen der Schlange vor den Westfahlenhallen schien die Party im Zug nichts im Vergleich zu dem hier gebotenen zu sein: Schwebende Lichtgerüste, funkelnde Laser, dröhnende Bässe. Wir machten uns dergleich auf, um möglichst wenig von den 46 DJs und Live-Acts zu verpassen.
Unser erster Weg führte direkt auf den Mainfloor, wo gerade Fetisch und Myle ihr können unter Beweis stellten. Weiter ging es in den ersten Showroom, um den Disco Boys auf die Finger zu schauen. Dabei wurden die beiden ihrem Auftrag zu 100%ig gerecht: "Wenn die Crowd nicht kocht, ist die Mission noch nicht erfüllt. Feiern ist Pflicht. All Night Long!" Auch, dass der Spaß dabei sein muss, bewiesen sie mit ihrer Haarbürsten-Statt-Micro-Methode.
Als nächstes stieg hier dann Kai Tracid auf die Bühne und machte sich hinter den Reglern für die nächsten 90 Minuten startklar. Die Menschen brodelten und fanden auch kein Erbarmen beim folgenden Tomcraft. Erst recht nicht, als später der Vater der Loveparade auf den Stage trat: Dr. Motte. Während er die Stimmung noch mit dem gewissen Extra des alten Berliner Spektakels würzte, brodelte es hier bis zum Gehtnichtmehr.
Derweil konnten wir natürlich nicht die ganze Zeit nur auf diesem einen Floor verbringen und die Künstler in den anderen Räumen ohne uns die Platten auflegen lassen. So im Gigolo-Floor, wo zum Beispiel X-Lover live auftraten oder Mick Wills den Boden vibrieren lies.
Damit war aber nicht genug der Floors. So kam noch der "Brandenburg Allstars Floor" hinzu, wo Rec de Weirl oder Andre Galluzi auflegten. Auch wenn dieser Raum durch seine Architektur und seine Gedrungenheit sich etwas von den anderen absetzte, fand er großen Anklang.
Nach all dem ging es bei uns wieder zurück in die 1. Hölle: dem Mainfloor mit seiner absolut imposanten Lichttechnik. An dieser lebten sich derweil ein knappes halbes Dutzend Lichtfirmen aus. Dabei kreierten sie beinahe wie im Handumdrehen die einmalige 5-Sinne-Atmosphäre, die die MAYDAY so unfassbar macht: Das Fühlen der körperlichen Berührung mit den anderen Besuchern und des Basses in der Brust, das Sehen des Laser- und Lichtgewitters mit sich selbst mitten drinn und das Hören der Beats aus den Lautsprechertürmen um einen herum.
Diese versorgten hier nicht nur Fetisch und Mylo von oben mit Saft, sonder vor allem Größen wie Westbam, Chris Liebing, Lexy & K-Paul und Denki Groove, die teilweise extra von weit her eingeflogen worden sind, setzten hier die Raver in Trance. Vor allem die Live-Acts bildeten dabei kleine Highlights, wie der von Deichkind.
Das absolute Highlight war aber um 2:30h. Zu diesem Zeitpunkt versammelten sich die rund 20.000 Besucher in dieser größten der vier Hallen um den Members of Mayday zu "lauschen" und die Hymnen der vergangenen 13 Maydays zu zelebrieren.
Mittlerweile war es draußen schon längst wieder hell, was natürlich der Stimmung keinen Abriss gab.

Nach 14 Stunden Technoparty vom feinsten verließen wir zufrieden und mit vielen Klängen im Körper das diesjährige Spektakel.

Alles in allem können wir nur sagen, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat, auch wenn alt eingesessene MAYDAY-Fans auf ein etwas besseres Line-Up 2006 hoffen.

Wir werden auf jeden Fall wieder dabei sein!


Keno Schesna / Torsten Behrens  |  21.05.2005

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