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19. Mai 2012


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München - Studienfahrten, die Zweite


Studienfahrt des 13. Jahrgangs der LFS nach München

"Durst ist schlimmer als Heimweh !!"

 

Am Donnerstag Abend war es soweit. 15 wissbegierige Schüler (?!) und 2 Lehrkörper machten sich auf, das Abenteuer Bayern anzugehen. Nach neun stressigen Stunden Bahnfahrt mit einem Aufenthalt von einer Stunde nachts um drei in Regensburg kamen wir dann müde, aber fröhlich morgens im Hauptbahnhof an. Und dann ausspannen? Denkste!

Nachdem die Koffer verstaut waren, ging es am Freitag nach Oberpfaffenhofen zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die zum Tag der Offenen Tür eingeladen hatten. Auf dem weiten Gelände gab es einiges zu sehen, unter anderem 2 deutsche Astronauten und einige Forschungsprojekte (auch wenn das einige mit steigender Müdigkeit vielleicht nicht mehr komplett mitgekriegt haben). Abends stand das 3D-Kino IMAX auf dem Programm, dem jedoch viele dann nicht mehr ganz folgen konnten...
Am nächsten Tag stand das Deutsche Museum auf dem Plan, das größte technische Museum der Welt. Auch wenn hier die Meinungen von "Fantastisch. Kann ich hier übernachten?" bis "Langweilig..." stark auseinandergingen, war es doch für die meisten sehr interessant. Das "Kulturprogramm" folgte am Abend, wie man meinen könnte. Doch versteckt sich hinter dem Namen "Kunstpark OST" kein Museum, sondern eine riesige Ansammlung an verschiedenen Diskotheken, Kneipen und Tabledancebars (juchu). Nach einem langen (und engen) Abend fielen alle müde ins Bett, was auch für die am nächsten Tag anstehende Wanderung nötig war.

 

"Wanderung? Sch****", so oder ähnlich ging es durch unsere Reihen. Aber auch das (für Wanderbanausen sinnlose...) Umherstreifen wurde durch eine lustige Schifffahrt über den Starnberger See aufgebessert. Am Abend stand dann die Pink Floyd Lasershow auf dem Programm. Die befindet sich nicht in einem normalen Kinosaal, sondern unter einer riesigen Kuppel, auf welche über Laser mit unzähligen Projektoren, die über die gesamte Wand verteilt waren, die Lasershow projiziert wurde- unterstützt von Nebelmaschinen unter den Sitzen und einer gigantischen Soundkulisse (Ohren? Ich hör nur noch so ein Piepen...).
Dienstag war schließlich das Siemens-Forum dran, ein Werbemuseum des Weltkonzerns. Nachmittags musste noch der Kulturteil bewältigt werden (mit insgesamt 2 Stunden auf der gesamten Studienfahrt eher unterrepräsentiert, ... juhu!). Zwei Kirchen und Münchens City waren schnell erkundet, so dass es am Abend in Münchens legendäres Hofbräuhaus gehen konnte. Mit dem Motto: "Durst ist schlimmer als Heimweh" konnten wir Norddeutschen noch ein paar bayrische Sitten ergattern... oder sollte ich doch besser sagen, Trinksprüche?
Um ihrem Namen "naturwissenschaftlich orientierte Fahrt" alle Ehre zu geben, fuhren wir schließlich am Mittwoch hinaus nach Garching, einem Vorort im Norden Münchens, der unter anderem die Technische Universität und mehrere Forschungseinrichtungen beherbergt. Von diesen besichtigten wir jeweils das Max-Planck-Institut für Plasma- und extraterrestrische Physik, wobei wir von mehr oder weniger (lehr)fähigen Doktoranden geführt wurden.

Am nächsten Tag fuhren wir in die KZ-Gedenkstätte Dachau, die mit einem Museum zum Nachdenken anregt. Betrübt, aber nicht völlig deprimiert ging es am Nachmittag zum Kloster Andechs, welches kein religiöser, sondern eher ein touristischer Wallfahrtsort ist. Die Mönche dort pflegen ein selbstgebrautes Bier zu verkaufen, welches einige von uns noch länger in Erinnerung behalten werden [...]. Die typische Münchner Pflicht musste natürlich auch noch gemeistert werden. So war das Hax'n-Essen am Abend obligatorisch, um sich einmal wie a richtger Bayer zu fühlen.
Aber Münchens Attraktionen waren noch längst nicht ausgereizt. Der Donnerstag bot den ganzen Tag Gelegenheit, das große Bavaria-Filmgelände zu besichtigen. Teil der Tour waren u.a. eine unterhaltsame Stunt-Action-Show und das Show-Scan-Kino, ein Kino mit beweglichen Sitzen und Gegenwind (!). Schließlich folgte am Abend der Teil, den sich viele als Höhepunkt der Fahrt markiert hatten: Das Oktoberfest. Doch nach nüchternem Betrachten war es doch größtenteils nur eine leere (Trink-)Veranstaltung, auch wenn es viele kaum mit eigenen Worten beschreiben konnten, so toll fanden sie es.


Der letzte Tag schließlich bot Gelegenheit zum Entspannen: Bei herrlichem Wetter im wunderschönen Olympiapark nach der Besichtigung des BMW-Museums, und anschließend im Englischen Garten. Ein Teil der Gruppe machte sich hoffungsvoll auf zum ZDF-Studio nach Unterföhring, um die Show "Risiko" zu sehen. Leider war sie eher langweilig, so dass es nun "hoffnungslos" wieder zurückging. Ein letzter Abend im Hofbräuhaus bildete den Abschluss, bevor die Münchenfahrt mit einer neunstündigen Heimreise (in überfüllten Waggons) zu Ende ging.

Fazit: Es war zwar anstrengend, aber die meisten von uns würden sich sicherlich noch einmal für München entscheiden. Eine gelungene Fahrt!

Johannes Hallier  |  12.02.2002


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