Am Donnerstag, den 12. Juni 2008, haben Schüler mehrerer Schulen in Oldenburg zu einem Streik aufgerufen. Anlass für die Demonstration auf dem Bahnhofsvorplatz gäben das neu eingeführte "Turbo-Abi" und der zunehmende Lehrermangel mit den dadurch entstehenden Stundenausfällen. Außerdem würde gegen den stetig wachsenden Leistungsdruck und die wenigen Investitionen in die Bildung protestiert, so der Aufruf der Veranstalter auf einem Flugblatt.
Konkret wurde mehr Mitbestimmung der Schüler an den Schulen, die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems, eine tatsächliche Lehrmittelfreiheit und die Verlängerung des Gymnasiums auf neun Jahre gefordert.
Das Engagement der Schüler wurde durch den Stadtelternrat und Stadtschülerrat unterstützt.
"Die Belastung, insbesondere an den Gymnasien, ist zu hoch. Die Schüler wollen nicht mehr. Auch für sie gilt das Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Sie sollen mündige Bürger einer demokratischen Gesellschaft werden, in der Bildung als Höchstes angesehen ist.", so Sebastian Fröhlich vom Stadtschülerrat.
Daniel Lüdeking | 20.06.2008