Wie sieht 2010, also bereits in 5 Jahren, die Technik um uns herum aus? Mit dieser Frage hat sich ein Workshop mit Schülern von der Cäcilienschule, dem Alten Gymnasium und der Helene-Lange-Schule im Informatikinstitut OFFIS auseinander gesetzt.
Der Workshop begann am Freitagmorgen nach einer kurz
en Einführung durch den OFFIS-Bereichsleiter Jochen Meyer gleich mit der Praxis. In drei Gruppen wurden Geräte vorgestellt, die bereits jetzt in der Entwicklung sind und in den nächsten Jahren auf den Markt kommen sollen. So zum Beispiel eine PDA-gestützte Schnitzeljagd, oder ein neuartiges Handy, mit dem man unter anderem Live-Streams aus diversen Discos empfangen kann und das so die nächste Abendplanung vereinfacht.
Nach diesen und noch einer weiteren Vorstellung einer aktuellen Entwicklung von OFFIS ging es dann selbst ans Werk: Nun galt es für jede der drei Gruppen eigene Ideen für neuartige Geräte zu entwickeln und zwar zu drei verschiedenen Szenarien: Lernen und Schule, Fr
eizeit und Unterhaltung und Unterstützung für altere Menschen. Dabei sollte nicht etwa irgendwelche futuristischen Objekte entwickelt werden, sondern viel mehr innovative Geräte, die es so tatsächlich in 5 Jahren geben könnte.
Nach vielen Stunden Brainstorming, Karteikarten beschreiben und ähnlichem rauchten die Köpfe. So war dann auch nach einer kurzen Präsentation der bisherigen Ergebnisse ein jeder Gruppe Schluss für den ersten Tag.
Zum nächsten Morgen hatte die Workshopleitung von je
der Gruppe das Szenario mit den einfallsreichsten Ideen herausgesucht. Damit hieß es: sich auf dieses zu spezialisieren und auszuarbeiten, der Gruppe einen Namen zu geben und eine finale Präsentation der Endergebnisse zu erstellen, um diese dann am Ende vorstellen zu können.
Heraus kamen drei individuelle, pfiffige Vorschläge für die mobilen Computeranwendungen des Jahres 2010:
Die Gruppe ACC|ESS präsentierte damit für den Bereich des Lernens und der Schule eine art Gruppenlernsystem mit unter anderem integrierter Anwesenheitsprüfung.
Im Bereich Freizeit und Unterhaltung stellte die Gruppe IT\SCREW die Idee eines drahtlosen Audiogerätes vor, das sich automatisch an die örtlichen Gegebenheiten anpasst, sich nötigenfalls in einem Konferenzraum selbst ausschaltet oder mit anderen mobilen Geräten bzw.
der Stereoanlage Musikstücke austauscht.
Und zu guter letzt erklärte die Gruppe MTenterprises ihr Konzept eines Gerätes im Bereich der Unterstützung älterer Menschen, das Senioren im Alltag begleitet und unterstützt, dabei aber auch nicht vergisst, die Gesundheit des Besitzers zu kontrollieren und nötigenfalls diese Daten direkt an den Hausarzt zu senden.
Diese Ideen kamen gut an, was unter anderem Jochen Meyer mit "Die Teilnehmer haben ein sehr gutes Gespür dafür bewiesen, welche Themen in der Zukunft relevant sein könnten. Die entwickelten Ideen waren originell, dabei aber immer noch seriös und fundiert." in Worte fasste.
Und wer weiß, vielleicht treffen wir ja tatsächlich in 5 Jahren, im Jahre 2010, auf eines dieser Geräte in umgesetzter Form, wenn wir nichts ahnend die Werbung in der Zeitung aufschlagen.
Keno Schesna | 23.10.2005